Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat anlässlich des Tags der Kinderrechte am 20. November die Bundesregierung aufgefordert, Familiennachzüge zu beschleunigen und zu erleichtern, anstatt diese aktiv zu verhindern.

Das Zusammenleben mit den Eltern ist ein elementares Kinderrecht gemäß der UN-Kinderrechtskonvention, die dementsprechend eine aktive Rolle der Aufnahmestaaten bei Familienzusammenführungen fordert. Die Kinderechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Bis auf einen einzigen Staat – die USA – haben alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, also auch Deutschland, die Kinderrechtskonvention ratifiziert.

Norbert Müller, Vorsitzender der Kinderkommission, erklärt laut einer Pressemitteilung: „In Deutschland leben ca. 51.000 minderjährige Geflüchtete ohne ihre Eltern. Käme die Bundesregierung den Verpflichtungen der Konvention gemäß Artikel 10 nach, müsste sie zum Wohle der Kinder Familiennachzüge beschleunigen und erleichtern anstatt diese aktiv zu verhindern. In Artikel 10 haben sich die Staaten dazu verpflichtet, ‘gestellte Anträge auf Einreise […] wohlwollend, human und beschleunigt‘ zu bearbeiten. Davon kann in der derzeitigen Lage leider nicht die Rede sein“, so Müller.“

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