50 Migrantenverbände haben ein Impulspapier zur Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft mit dem Titel „Wie interkulturelle Öffnung jetzt gelingen kann“ vorgelegt. Die interkulturelle Öffnung von Organisationen, Institutionen wie auch der gesamten Gesellschaft ist aus ihrer Sicht ein wichtiger Schlüssel für die gleichberechtigte Teilhabe.

Die Migrantenorganisationen formulieren vier Veränderungsziele: Vielfalt und Teilhabe als gelebte Grundüberzeugungen, Teilhabe bei der interkulturellen Öffnung, in Entscheidungsfunktionen und bei Leistungen. Zu diesen Zielen werden jeweils priorisierte Maßnahmen formuliert: beispielsweise die Aufnahme eines neuen Staatsziels ins Grundgesetz, die Bildung eines Nationalen Rates zur interkulturellen Öffnung, Maßnahmen zum Diskirimnierungsschutz oder die gezielte Förderung der Führungskräfteentwicklung mit Einwanderungsgeschichte. Das Impulspapier entstand in einem bisher einmaligen Beteiligungsprozess von Migrantenorganisationen. Diese möchten mit dem Impulspapier aktiv auf andere Organisationen aus Politik und Zivilgesellschaft zugehen. Sie schlagen zudem vor, analog zur Deutschen Islam Konferenz 2017 eine interministerielle Konferenz zu gründen, um die vorgeschlagenen Maßnahmen und Veränderungsziele zu prüfen und die Umsetzung voranzutreiben.

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