Die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt wird in Hamburg über das Programm W.I.R – work & integration for refugees unterstützt. Alle Arbeitsmarktpartner und Träger, die Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit bzw. im Bereich der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen haben, finden in einem strukturierten Verfahren individuelle Lösungen für die Geflüchteten. Über die Erfahrungen aus der Arbeit mit den Geflüchteten hat die BASFI Ende Februar auf der Basis von rund 600 Kundenprofilen berichtet.

Die bisherige Beratungsarbeit zeigt: Die Vorrangprüfung bleibt neben den Sprachkenntnissen und der Anerkennung der im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen eines der größten Hindernisse bei der Arbeitsmarktintegration. Senatorin Melanie Leonhard hat deshalb auf der Integrationsministerkonferenz in Erfurt als Vertreterin Hamburgs dafür plädiert, die Vorrangprüfung auszusetzen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine bundesgesetzliche Regelung. Hier ist zur Zeit offen, in wieweit die Bundesregierung dieses Thema aufgreifen wird. Auch für ausreichende Mittel in der Sprachförderung hat sich die Senatorin ausgesprochen und zudem dafür plädiert, Sprachkurse stärker mit ersten beruflichen Praxisphasen zu kombinieren.
Der große Vorteil der institutionellen Partner in W.I.R ist das gemeinsame Handeln unter einem Dach, um weitere notwendige Aspekte einer erfolgreichen Integration frühzeitig zu berücksichtigen: Beratung zur Lebenssituation, Anerkennung und Vergleichbarkeit von ausländischen Abschlüssen, Informationen zu weiteren Deutschkursen oder Praktikumskontakte zu Hamburger Unternehmen.

Mehr: www.hamburg.de/fluechtlinge

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