Thema des „Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds“ (AMIF) ist die Integration von Menschen aus Drittstaaten. Projekte, die einen Antrag auf Förderung im Rahmen dieses Aufrufs stellen möchten, müssen sich gemeinsam mit Partnern aus anderen europäischen Ländern mit mindestens einem der zwei Schwerpunkte befassen.

Über die Integration durch ein Arbeitsverhältnis hinaus, soll die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben (auch von Kindern) gefördert und damit die Integration von Menschen aus Drittstaaten unterstützt sowie die Narrative in Bezug auf Migration positiv beeinflusst werden.

Durch Projekte sollen

  • die Entwicklung und Umsetzung innovativer Ansätze zur stärkeren Teilhabe und Beteiligung von Drittstaatsangehörigen an Bildung, an sozialen Aktivitäten, am  kulturellem Leben, an ehrenamtlicher Arbeit etc. erlangt werden.
  • der Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie der Kapazitätenaufbau in Bezug auf bewährte Maßnahmen zur Steigerung der Partizipation von Menschen aus Drittstaaten im Bereich Bildung, an sozialen Aktivitäten, am kulturellen Leben, an der ehrenamtlichen Arbeit etc. gefördert werden.
  • Projekte unter diesem 1. Schwerpunkt sollten auf den Erfahrungen vorhergehender Projekte aufbauen und dafür konzipiert sein, folgende Aktivitäten/ Maßnahmen einzubeziehen:
  • Spezifische Initiativen für eine aktive Teilhabe/Beteiligung Drittstaatsangehöriger in den Aufnahmegesellschaften (Verbreitung von Informationen, Maßnahmen zur Sensibilisierung, etc.)
  • Förderung und Verbreitung bewährter Vorgehensweisen, Erfahrungen und Mechanismen für die aktive Beteiligung von Menschen aus Drittstaaten in der Aufnahmegesellschaft

Je nach Personengruppe werden unterschiedliche Aspekte gefördert:

  • Für Drittstaatsangehörige die von außerhalb der EU eintreffen: Aktivitäten die im Zusammenhang mit den Aktivitäten vor der Abreise aus einem Drittstaat bzw. nach der Ankunft in einem EU-Mitgliedstaat stehen
  • Für Menschen die aus einem anderen EU-Mitgliedstaat umgesiedelt werden: Aktivitäten nach Ankunft mit Bezug auf die Maßnahmen vor der Abreise
  • Aktivitäten zur Vorbereitung der Aufnahmegesellschaft für die Ankunft der Drittstaatsangehörigen: Die Aktivitäten und Maßnahmen, die auf die Umsiedlung bzw. Neuansiedlung vorbereiten bzw. diese nach der Ankunft begleiten, sollen unterschiedliche Zielsetzungen unterstützen.
  • Maßnahmen vor der Abreise sollen auf das Leben in der EU vorbereiten und Grundlagen für Aktivitäten nach der Ankunft legen.
  • Maßnahmen nach der Ankunft sollen auf die vorbereitenden Maßnahmen vor der Abreise Bezug nehmen und damit zur effektiven Integration von Menschen aus Drittstaaten beitragen.
  • Gleichzeitig sollen Maßnahmen die institutionellen Kapazitäten in den Kommunen, z.B. in Bezug auf Anbieter relevanter Dienstleistungen sowie potentielle Arbeitgeber unterstützen.
  • Auch Projekte, die sich auf diesen Schwerpunkt beziehen, sollten auf vorhergehende Projekte aufbauen und insbesondere auf die folgenden Aktivitäten ausgerichtet sein:
  • Aktivitäten vor der Abreise könnten beinhalten (Auswahl):  Sprachkurse, Orientierungshilfen für den Prozess der Umsiedlung bzw. Neuansiedlung, Workshops über das Leben in einem multikulturellen und multireligiösen Umfeld etc.
  • Aktivitäten nach der Ankunft (Auswahl): Sprachunterricht, Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Aufnahmegesellschaft schaffen, etc.
  • Aktivitäten zur Vorbereitung der Aufnahmegesellschaft für die Aufnahme der Drittstaatsangehörigen (Auswahl): Verwaltungseinrichtungen (z.B. Schulen) auf die Ankunft vorbereiten, Workshops über das Leben in einem multikulturellen und multireligiösen Umfeld, etc.; Kontakt und Austauschmöglichkeiten zwischen Angehörigen eines Drittstaats und Menschen der Aufnahmegesellschaft

Es handelt sich bei der Beschreibung der Schwerpunkte und Aktivitäten lediglich um eine Zusammenfassung bzw. Auswahl der genannten Aktivitäten. Für die vollständige Beschreibungen, Aufzählungen und Beispiele konsultieren Sie bitte das Aufrufdokument (s. unten).

Antragsstellung

Anträge können von öffentlichen oder gemeinnützigen Einrichtungen mit eigener Rechtspersönlichkeit aus den teilnehmenden Mitgliedstaaten (d.h. alle EU-Mitgliedstaaten mit Ausnahme von Dänemark) sowie von internationalen Organisationen gestellt werden. Gewinnorientierte Einrichtungen können als Partner am Projekt beteiligt sein, wobei eine Gewinnerzielung im bzw. mit dem Projekt nicht gestattet ist.

Partner

Projekte müssen von einem Partnerkonsortium bestehend aus mindestens drei Einrichtungen aus zwei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten (außer Dänemark) durchgeführt werden.

Finanzierung

Die Kofinanzierungsrate der förderfähigen Projektkosten liegt bei maximal 90%, die restlichen 10% stellen den Eigenanteil dar und müssen aus anderen Quellen gedeckt werden (keine weiteren EU-Gelder!). Die beantragte Fördersumme muss zwischen mindestens 450.000 Euro und maximal 750.000 Euro liegen. Die maximale Projektlaufzeit beträgt 24 Monate, voraussichtlicher Projektstart ist im 4. Quartal 2017. Die Antragsfrist endet am 28. Februar 2017 um 17 Uhr MEZ. Anträge können ausschließlich online über das „Participant Portal“ der Europäischen Kommission gestellt werden.

Mehr: ec.europa.eu/research/participants/portal/desktop/en/opportunities/amif/topics/amif-2016-ag-inte-01.html

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