Im vergangenen Jahr wurden in Hamburg im Oktober 823, und im November 967 Geflüchtete in das bundesweite Verteilungsverfahren aufgenommen. Insgesamt verblieben davon 942 Personen in Hamburg. 635 von ihnen machten einen Unterbringungsbedarf in Hamburg geltend. Somit waren in diesem Jahr bisher 7.380 Personen auf eine öffentliche Unterkunft angewiesen.

Die im November 2016 Hamburg zugewiesenen Personen stammen aus Afghanistan (91), Syrien (80), Irak (72), Eritrea (58), Iran (30) und Russland (10). Von den Balkanstaaten kamen Schutzsuchende aus Albanien (38), Mazedonien (8), Serbien (35), Bosnien und Herzegowina (11) und dem Kosovo (5).

An den 34 Standorten der Erstaufnahme gab es Ende November rund 14.000 Plätze. Außerdem standen in den Folgeunterkünften rd. 25.000 Plätze zur Verfügung. Seit Jahresbeginn wurden bis November rund 8.000 Plätze in Folgeunterkünften geschaffen. Die Zahl der Überresidenten, d.h. der Menschen, die einen Anspruch auf einen Platz in einer Folgeeinrichtung haben, aber aufgrund von fehlenden Plätzen noch in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht sind, lag Ende September bei ca. 6.700, Ende Juni waren es noch rd. 10.000.

Auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf sind 44 rollstuhlgerechte Plätze für Geflüchtete entstanden. In Ohlsdorf sind 452 Plätze für geflüchtete Menschen in Modulbauhäusern entstanden. Sie befinden sich auf dem Gelände des ehemaligen Anzuchtgartens des Friedhofs in Ohlsdorf. Die ersten 200 Plätze (1. Bauabschnitt) werden seit Ende November belegt.

Eine neue Erstaufnahme (EA) für besonders schutzbedürftige Asylsuchende wurde am Kaltenkircher Platz in Betrieb genommen: Die Unterkunft bietet bis zu 150 Frauen und ihren Kindern Platz. Die beiden Erstaufnahmen am Behrmannplatz und am Wiesendamm, die ausschließlich schutzbedürftigen Frauen und ihren Kindern vorbehalten waren, werden geschlossen.

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