Sehr geehrte*r Nutzer*in, dieses Kulturangebot ist VERALTET. Um die Aktivitäten der Hamburger Kultur in der Kulturarbeit für Geflüchtete zu dokumentieren, haben wir dieses veraltete Angebot aber nicht gelöscht.

Im Rahmen der Reihe MOMENTAUFNAHMEN – VON BEWEGUNGEN UND BEGRENZUNGEN findet am 6. Oktober 2016 um 19 Uhr die Lecture „Spielball politischer Verhandlungen: Geflüchtete in der Türkei“ in der W3 (Nernstweg 34, Altona) mit Orçun Ulusoy (Menschenrechtsanwalt, Frije Universiteit Amsterdam) statt.

Die Türkei ist das Land, das weltweit die meisten Geflüchteten aufgenommen hat. Wie geht es den Menschen auf der Flucht in der Türkei – einem Land, das für viele nur der Transit nach Europa sein sollte? Orçun Ulusoy hat als Menschenrechtsanwalt für den UNHCR in der Türkei gearbeitet. Am Donnerstag, den 6. Oktober um 19 Uhr ist er zu Gast in der W3-Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. in Altona. In einem Vortrag mit anschließender Diskussion gibt er Einblick in das türkische Asylsystem und berichtet über die aktuelle rechtliche und soziale Situation von Geflüchteten vor Ort. Dabei wird er sowohl auf die sich mehrenden Berichte über Menschenrechtsverletzungen und katastrophale Lebensbedingungen in den Flüchtlingscamps, informellen Siedlungen und Städten in der Türkei eingehen, als auch auf die Auswirkungen des EU-Abkommens mit der Türkei. Der Vortrag wird in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung sein. Orçun Ulusoy hat Jura in der Türkei studiert und dort als Menschenrechtsanwalt u.a. für die UNHCR gearbeitet. Zurzeit leitet er das Forschungsprogramm „Grenzpolitiken und Souveränität“ an der Frije Universiteit Amsterdam.

Der Eintritt ist frei nach eigenem Ermessen wählbar. Der Vortrag ist auf Englisch mit deutscher Übersetzung.

Die W3-Themenreihe MOMENTAUFNAHMEN – VON BEWEGUNGEN UND BEGRENZUNGEN versteht sich als Sammlung aktueller Geschehnisse, individueller Geschichten sowie historischer und politischer Zusammenhänge hinter der Zahl von aktuell 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Im Rahmen ganz unterschiedlicher Formate möchten wir in dieser Programmsaison neue Perspektiven auf Fluchterfahrungen und deren Bedeutung für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft werfen.

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