Am 4. Juni 2016 findet ab 9.45 Uhr die Netzwerkstatt „Interkulturelle Arbeit mit Geflüchteten“ im Rahmen des Projekts Normal ist die Vielfalt in der Aula der Stadtteilschule Horn (Snitgerreihe 2) statt.

Kern der Netzwerkstatt werden drei Diskussionsrunden im World-Café-Format sein:

Bedarfsanalyse

  • Wo liegen für Geflüchtete in Hamburg die größten Hürden auf dem Weg zur Ausbildung?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei der Arbeit von Menschen mit Fluchthintergrund im Ausbildungskontext?

Good Practice und Optimierungsideen

  • Welche innovativen Ansätze gibt es in Hamburg für die Integration von Geflüchteten in die Berufswelt?
  • Wie kann die Unterstützung durch öffentliche und private Träger besser verzahnt werden?

Konzeptentwicklung

  • Was kann interkulturelle Bildung zur besseren Inklusion für Geflüchtete in die Ausbildungswelt leisten?

Zum Stimulieren der Diskussion wird es Impulse von diesen Expertinnen und Experten an den Tischen geben:

  • Freda von der Decken, JOBLINGE Kompass: Programm für Flüchtlinge.
    Das Programm JOBLINGE Kompass unterstützt junge erwachsene Flüchtlinge in Frankfurt, Hamburg und München auf dem Weg in die Berufsausbildung durch intensives Training, Sprachvermittlung, Praktika und persönliches Mentoring.
  • Foroozandeh Heidari, Interkulturelles Netzwerk von Bildungsbeauftragten aus Migrantenorganisationen in Hamburg.
    Frau Heidari ist Kultur- und Sprachmittlerin und war als Berufsschullehrerin tätig.
  • Katarzyna Rogacka-Michels und Hakim Chohbishat, Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten (ASM) e.V. mit der KAUSA Servicestelle Hamburg.
    Die KAUSA Servicestelle der ASM ermöglicht Schulabgängern einen hürdenfreien Zugang zur dualen Ausbildung. Eltern werden über Ausbildungsberufe informiert und Inhaber von Betrieben werden auf ihrem Weg zum Ausbildungsbetrieb begleitet. Dafür hält die KAUSA Servicestelle für Jugendliche und Unternehmer/innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte begleitende Angebote für die unterschiedlichen Phasen der Ausbildung vor.
  • Franziska Voges, passage gGmbH.
    passage gGmbH ist ein Bildungs- und Beschäftigungsträger, der auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Personen qualifiziert, um ihre Ausbildungs- und Beschäftigungschancen zu verbessern. In der Abteilung “Migration und Internationale Zusammenarbeit werden auf nationaler und internationaler Ebene Projekte umgesetzt, die die Verbesserung der beruflichen Integration von MigrantInnen und Flüchtlingen zum Ziel haben.
  • Dagmar Overbeck, Human @ Human e.V.
    Das Prinzip des Vereins Human  @Human e.V. ist eine 1:1-Betreuung von Asylsuchenden durch Patenschaften für eine effektive und nachhaltige Integration. Neben der Schaffung von Tandems unterstützt der Verein bei der Suche nach Arbeit und Ausbildung. Im Fokus steht hier auch die Unterstützung zur Integration durch die Möglichkeit, Arbeitskultur in Deutschland kennen zu lernen und Zugang zu Beschäftigung und einer Aufgabe zu bekommen. Das Ziel: Ein integrierter Mensch kann anderen Menschen bei der Integration helfen.
  • Alexandra Singpiel, AFS, Islamwissenschaftlerin und Expertin für interkulturelle Bildung, Berlin.
  • Lea Wünsche und Mira-Kristin Rolke sind bei AFS für das Programm Bundesfreiwilligendienst für Geflüchtete verantwortlich.
  • Frau Ahmadi (HIBB)  und Frau Mund (Agentur für Arbeit) werden die Perspektive der Jugendberufsagenturen in die Diskussion einbringen.

Die Netzwerkstatt

Wenn Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz aufeinandertreffen, können Spannungen zwischen den verschiedenen Erwartungshaltungen und Wertesystemen entstehen. Für Geflüchtete und ihr neues Umfeld in Deutschland ist die Vermittlung zwischen unterschiedlichen Arbeitskulturen, Gebräuchen und Strategien zur Konfliktbewältigung eine Herausforderung.

An diesem Punkt kann interkulturelle Bildung helfen. Sie schärft das Bewusstsein für die Bedeutung unterschiedlicher kultureller Prägungen und hilft, Missverständnisse zu vermeiden und Spannungen abzubauen.

Die Netzwerkstatt bietet Raum zum Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Initiativen für Geflüchtete. Expertinnen und Experten geben während eines World-Cafés Impulse, die zur Diskussion einladen. Ziel ist es, aus den Diskussionen konkrete Handlungsoptionen zur interkulturellen Bildung für alle Beteiligten herauszuarbeiten und zur stärkeren Vernetzung beizutragen.

Das Projekt Normal ist die Vielfalt

Normal ist die Vielfalt bildet Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter aus, unterstützt Lehrkräfte der berufsbildenden Schulen mit Qualifizierungsangeboten und schafft ein Netzwerk aus Akteurinnen und Akteuren, die auf unterschiedliche Art und Weise den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Flucht und Migration mitgestalten.

Gemeinsam tragen wir ganz im Sinne der Grundsätze von AFS dazu bei, Vielseitigkeit in der Begegnung von Menschen zu fördern und zu bewirken, dass kulturelle Vielfalt als Bereicherung für die Gesellschaft wahrgenommen wird.

Für das Projekt Normal ist die Vielfalt kooperieren wir mit dem Hamburger Institut für berufliche Bildung (HIBB) und arbeiten mit InterCultur gGmbH, der Tochtergesellschaft von AFS, als Implementierungspartner zusammen. Gefördert wird das Projekt durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

 

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