In Hamburg leben derzeit offiziell über 2.000 Unbegleitete Minderjährige Geflüchtete. Viele von ihnen haben Teile ihrer Familie verloren. Manche wurden aber auch alleine nach Deutschland geschickt, in der Hoffnung, dass die Familie irgendwann nachreisen kann. Geflüchtete Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind besonders schutzbedürftig und auf Hilfe angewiesen. Doch: Wer trägt die Verantwortung für Kinder, die elternlos in einem fremden Land sind? Im Regelfall werden die Kinder vom Staat in Obhut genommen und anschließend in Wohngruppen untergebracht. Vor ihrem 18. Geburtstag werden sie einem Amtsvormund oder ehrenamtlichen Privatvormündern unterstellt. Nicht nur rechtliche Schritt werden dann mit diesen abgesprochen. Wir wollen uns an diesem Abend mit den Verantwortlichen beschäftigen: Welche Netzwerke durchschreiten die geflüchteten Kinder nach ihrer Ankunft? Wie gut funktionieren die Strukturen? Wo fehlt es an Unterstützung und vor allem: Welche Rolle spielt das ehrenamtliche Engagement? Und wie kann ich selber Vormund werden?

umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. veranstaltet am 23. Juni 2016 um 17 Uhr die Diskussion „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Hamburg – Wer steht in der Verantwortung?“ in der Stadtteilschule am Hafen (Neustädter Straße 60) mit

  • Einem Input von Anke Wagener – MADIBA – Kinder haben Rechte e.V.
  • Sevil Dietzel – Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Hamburg e.V.
  • Jens Neubert – Richter für Familienrecht am Amtsgericht Altona
  • Moderation: Christiane Blömeke, MdHB, Stellvertretende Vorsitzende der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion

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