Aeham Ahmad, geb. 1988 in Damaskus, gehört zur palästinensischen Minderheit in Syrien. Er lebte mit seiner Familie im Flüchtlingslager Jarmuk, heute ein Vorort von Damaskus. Mit fünf Jahren begann er Klavier zu spielen und studierte später Musik in Damaskus und Homs.

Ahmad spielte unter Lebensgefahr auf seinem Klavier, das er auf einem Rollwagen durch die zerbombten Straßen Jarmuks schob, um für die Menschen Musik zu machen und so ein Zeichen gegen Hoffnungslosigkeit und Tod zu setzen. Nachdem der IS im Frühjahr 2015 sein Klavier zerstörte, floh Ahmad zunächst alleine nach Deutschland. Im Sommer 2016 konnte seine Familie nachkommen. Alle leben als anerkannte Flüchtlinge in Wiesbaden.

Mit seiner – arabischen Gesang, klassische europäische Musik und Jazz verbindenden – Musik tourt Aeham Ahmad durch Deutschland. Am Sonntag, 15. Januar 2017 spielt er um 17 Uhr im Luthersaal in Bahrenfeld.