Kaum ein Land hat so viele Geflüchtete aus Syrien aufgenommen wie Jordanien. 80.000 leben in Zaatari: einem der größten Flüchtlingscamps auf der Welt. Die Menschen die dort inzwischen seit mehreren Jahren wohnen haben Zaatari über die Jahre in mehr als nur eine Zuflucht gewandelt.

Von einer „temporären Station“ hat sich das Camp schnell und jenseits der Kontrolle von humanitären Organisationen in eine der vier größten Städte Jordaniens entwickelt. Welchen Einfluss hat das auf den Alltag und die Eigenständigkeit der Bewohner*innen? Wie sind die Chancen und Konflikten einer solchen Verstädterung zu beurteilen? Was bedeutet diese Entwicklung für ein kleines und ökonomisch relativ instabiles Land wie Jordanien? Und was kann daraus für andere (informelle) Camps in Europa und weltweit gelernt werden?

In seinem Vortrag am 13. Oktober im W3-Saal (Nernstweg 34) beschäftigt sich Ayham Dalal (Architekt, Habitat-Unit, TU-Berlin) vor allem mit der Verknüpfung zwischen Urbanität und Exil sowie mit den Spannungen zwischen humanitäre Hilfe, regionaler Entwicklung und Soziokultur in Zaatari und anderen syrischen Zufluchtsorten in Jordanien.

Der Vortrag erfolgt auf Englisch mit deutscher Übersetzung. Es wird ein solidarischer Eintritt erbeten.

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